ERGO Langhebelratsche mit Spanngurt 50 mm
Der ERGO Spanngurt 50 mm kombiniert ein Polyester-Gurtband mit einer Langhebelratsche und ist für professionelle Ladungssicherung nach EN 12195-2 vorgesehen. Standardlängen sind 10 und 12 m; weitere Längen können auf Anfrage gefertigt werden.
Die technischen Kennwerte betragen LC 2500 daN im geraden Zug, LC 5000 daN in Umreifung, STF 500 daN und MBS 7500 daN. Der Gurt ist kein Hebemittel und darf nicht zum Heben von Lasten eingesetzt werden.
Was bringt die Langhebelratsche?
Der längere Hebel erleichtert den Spannvorgang und ermöglicht bei diesem Modell eine höhere definierte Vorspannkraft. Mit STF 500 daN liegt die Vorspannkraft über der Standardausführung derselben LC-Klasse mit STF 300 daN. Das kann insbesondere beim Niederzurren relevant sein, wenn die Berechnung eine höhere Vorspannung erfordert.
Eine höhere STF bedeutet jedoch nicht automatisch, dass weniger Gurte benötigt werden. Die konkrete Sicherung ergibt sich aus Zurrmethode, Reibbeiwert, Zurrwinkeln, Ladungsgeometrie, Zurrpunkten und den technischen Kennwerten aller eingesetzten Zurrmittel.
ERGO oder Standardratsche?
Die ERGO-Ausführung und der Standard-Spanngurt mit Haken besitzen in diesem Programm dieselben LC-Werte von 2500/5000 daN und eine MBS von 7500 daN. Der entscheidende Unterschied liegt in der Ratsche: Standard STF 300 daN, ERGO STF 500 daN. Wer häufig spannt oder für seine Zurrmethode eine höhere Vorspannkraft benötigt, profitiert von der Langhebelratsche.
10 oder 12 m?
Die Länge muss zur Ladung und zur Lage der Zurrpunkte passen. 10 m sind für viele Standardaufbauten ausreichend; 12 m bieten mehr Reserve bei größeren Ladungsgeometrien oder weiter auseinanderliegenden Zurrpunkten. Überschüssiges Band muss nach dem Spannen sicher verstaut werden.
Sichere Anwendung
Vor jedem Einsatz sind Gurtband, Nähte, Haken, Ratsche und Etikett zu prüfen. Der Gurt darf nicht verdreht geführt werden. Scharfe oder raue Kanten benötigen geeigneten Kantenschutz, damit das Polyesterband nicht eingeschnitten oder stark abgerieben wird.
Haken gehören ausschließlich in geeignete und ausreichend dimensionierte Zurrpunkte. Nach dem Spannen ist die Ratsche vollständig zu verriegeln. Während des Transports sollte die Zurranordnung insbesondere nach Setzvorgängen, starkem Bremsen oder erkennbaren Spannungsänderungen erneut kontrolliert werden.
Wann muss der Gurt ausgesondert werden?
Bei Einschnitten, starkem Abrieb, beschädigten Nähten, verformten Haken, defekter Ratsche oder unlesbarer Kennzeichnung darf der Gurt nicht weiterverwendet werden. Auch chemische oder thermische Schäden können die Sicherheit beeinträchtigen. Entscheidend ist der tatsächliche Zustand, nicht ein pauschales Alter in Jahren.
Für welche Transporte ist die ERGO-Ausführung besonders geeignet?
Die ERGO-Langhebelratsche ist vor allem dort sinnvoll, wo regelmäßig und wiederholt gespannt wird und eine hohe, reproduzierbare Vorspannkraft gefordert ist. Typische Einsatzbereiche sind Spedition, Logistik, Maschinen- und Bauteiltransport sowie gewerbliche Transporte mit häufig wechselnder Ladung.
Der Vorteil liegt nicht in einer höheren LC gegenüber dem Standardmodell derselben Klasse, sondern in der höheren STF von 500 daN und in der Hebelgeometrie der Ratsche. Dadurch lässt sich die definierte Vorspannung komfortabler erreichen. Welche Sicherungswirkung daraus entsteht, hängt jedoch weiterhin von Reibbeiwert, Zurrwinkel, Anzahl der Gurte, Vorspannungsverlusten und der konkreten Ladungsgeometrie ab.
Worauf ist beim Niederzurren mit STF 500 daN zu achten?
Beim Niederzurren wird die Ladung durch Vorspannkraft stärker auf die Ladefläche gedrückt, wodurch die Reibung erhöht wird. Eine hohe STF ist deshalb nur dann sinnvoll, wenn Ladung, Verpackung, Auflagefläche und Zurrpunkte diese Kräfte aufnehmen können. Empfindliche Kanten und Oberflächen müssen geschützt werden. Nach dem Anfahren oder nach Setzvorgängen sollte die Spannung erneut kontrolliert werden.
ERGO Spanngurt richtig lagern und pflegen
Nach dem Einsatz sollte der Gurt trocken, sauber und vor direkter UV- und Hitzeeinwirkung geschützt gelagert werden. Verschmutzungen, die das Polyester oder den Ratschenmechanismus angreifen können, sind zu entfernen. Eine regelmäßige Sichtprüfung verlängert nicht nur die Nutzungsdauer, sondern hilft auch, beschädigte Gurte rechtzeitig auszusondern.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Gurtbreite | 50 mm |
| Standardlängen | 10 / 12 m |
| Weitere Längen | auf Anfrage |
| LC im geraden Zug | 2500 daN |
| LC in Umreifung | 5000 daN |
| STF | 500 daN |
| MBS | 7500 daN |
| Spannmittel | ERGO-Langhebelratsche |
| Material | Polyester (PES) |
| Norm | EN 12195-2 |
| Verwendung | Ladungssicherung, nicht zum Heben |
Vergleich zur Standardausführung
Bei identischer LC von 2500/5000 daN bietet die ERGO-Langhebelratsche STF 500 daN statt 300 daN. Die Standardausführung mit Haken bleibt sinnvoll, wenn STF 300 daN für die berechnete Zurrmethode ausreicht.
Weitere Größen finden Sie in der Übersicht Spanngurte & Zurrgurte für LKW.
Häufige Fragen zum ERGO Spanngurt 50 mm
Was bedeutet STF 500 daN bei einem ERGO Spanngurt?
STF 500 daN ist die Standardvorspannkraft, die mit der ERGO-Langhebelratsche erreicht wird. Sie ist vor allem beim Niederzurren wichtig. Die erforderliche Anzahl und Anordnung der Gurte muss trotzdem aus der konkreten Ladungssicherung berechnet werden.
Ist die ERGO-Langhebelratsche stärker als eine Standardratsche?
Bei diesem Modell bleiben die LC-Werte mit 2500/5000 daN gleich wie bei der Standardausführung derselben Klasse. Der Unterschied liegt in der höheren Vorspannkraft: ERGO STF 500 daN gegenüber STF 300 daN bei der Standardausführung.
Kann der ERGO Spanngurt zum Heben von Lasten verwendet werden?
Nein. Der ERGO Spanngurt ist ein Zurrmittel für die Ladungssicherung nach EN 12195-2 und kein Hebemittel.
Wann sollte ich 10 m und wann 12 m Gurtlänge wählen?
Die Länge richtet sich nach Ladungsgeometrie und Lage der Zurrpunkte. 10 m sind für viele Standardaufbauten ausreichend, 12 m bieten mehr Reichweite bei größeren Ladungen. Überschüssiges Band muss nach dem Spannen sicher verstaut werden.
Wann muss ein ERGO Spanngurt ausgesondert werden?
Bei Einschnitten, starkem Abrieb, beschädigten Nähten, verformten Haken, defekter Ratsche oder unlesbarem Etikett darf der Gurt nicht weiterverwendet werden. Auch chemische oder thermische Schäden sind Ausschlussgründe.


















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