Stockwinden – Stahlwinden und Zahnstangenwinden für schwere Lasten
Stockwinden, Stahlwinden und Zahnstangenwinden sind handbetriebene mechanische Hebegeräte mit Zahnstange zum Heben und Positionieren schwerer, starrer Lasten. Die Gutman KFE Modelle werden über eine Handkurbel und ein Zahnradgetriebe betrieben – ohne elektrischen oder hydraulischen Antrieb.
Im Sortiment stehen Ausführungen mit einer Tragfähigkeit von 1,5, 3, 5 und 10 t zur Verfügung; Modelle mit 16 und 20 t sind auf Anfrage erhältlich. Stockwinden werden bei Montage, Wartung und Service sowie überall dort eingesetzt, wo kontrolliertes manuelles Heben ohne externe Energiequelle erforderlich ist.
Stockwinden im Angebot
Stockwinde – Zahnstangenwinde Gutman KFE
Netto:Brutto:
| Gewicht | n. a. |
|---|---|
| Tragfähigkeit - kg | 1500, 3000, 5000, 10000 |
Was ist eine Stockwinde und wie funktioniert sie?
Eine Stockwinde ist ein handbetriebenes mechanisches Hebegerät mit Zahnstange. Je nach Hersteller und Markt werden für diese Bauart auch die Bezeichnungen Stahlwinde und Zahnstangenwinde verwendet. In Österreich ist außerdem der Begriff Südbahnwinde gebräuchlich.
Durch Drehen der Handkurbel wird das Zahnradgetriebe betätigt und die Zahnstange bewegt. Dadurch lässt sich die Last kontrolliert heben oder senken. Die KFE-Ausführung verfügt über eine obere und eine untere Lastaufnahmefläche, sodass Lasten mit unterschiedlich hohen Aufnahmepunkten angehoben werden können.
Wo werden Stockwinden und Stahlwinden eingesetzt?
Stockwinden werden zum manuellen Heben und Positionieren starrer Lasten eingesetzt, wenn kein elektrischer oder hydraulischer Antrieb erforderlich oder verfügbar ist.
- Industrie und Maschinenbau – Anheben und Positionieren von Maschinen, Baugruppen und anderen schweren Lasten.
- Bauwesen und Montage – kontrolliertes Positionieren von Konstruktionselementen, Trägern und Montagebauteilen.
- Logistik und Containerhandling – Anheben und Ausrichten starrer Lasten, sofern ein geeigneter und sicherer Aufnahmepunkt vorhanden ist.
- Service und Wartung – temporäres Anheben bei Service- und Montagearbeiten; vor Arbeiten an der angehobenen Last ist eine zusätzliche sichere Abstützung erforderlich.
Für andere Hebeaufgaben sehen Sie sich auch unsere Handkettenzüge, Mehrzweckzüge und das gesamte Sortiment an manuellen und elektrischen Hebezeugen an.
Stockwinde oder Hydraulikheber – worin liegt der Unterschied?
Der Hauptunterschied liegt im Funktionsprinzip. Die Stockwinde arbeitet mechanisch mit Zahnstange und Zahnradgetriebe, während ein Hydraulikheber die Last über ein Hydrauliksystem anhebt. Die Stockwinde benötigt weder einen Hydraulikkreis noch eine Stromversorgung.
Welche Lösung besser geeignet ist, hängt von Last, Aufnahmepunkt, Hubhöhe und Arbeitsumgebung ab. Stockwinden eignen sich besonders für kontrolliertes manuelles Positionieren starrer Lasten und für Einsätze ohne externe Energiequelle.
Sichere Anwendung von Stockwinden
Vor dem Anheben sind Tragfähigkeit, Lastgewicht, Zustand des Mechanismus und Auflagefläche zu prüfen. Die Stockwinde muss während des Einsatzes senkrecht auf einer festen und stabilen Unterlage stehen, die die auftretende Belastung sicher aufnehmen kann.
- Überschreiten Sie niemals die angegebene Nenntragfähigkeit.
- Positionieren Sie die Last korrekt auf der vorgesehenen Lastaufnahmefläche.
- Betätigen Sie die Handkurbel ausschließlich von Hand und verlängern Sie sie nicht mit zusätzlichen Hebeln.
- Lassen Sie angehobene Lasten nicht unbeaufsichtigt.
- Bevor an einer angehobenen Last gearbeitet wird, muss diese mit einem geeigneten Hilfsmittel zusätzlich sicher abgestützt werden.
- Die Stockwinde ist nicht zum dauerhaften Halten oder Fixieren einer angehobenen Last vorgesehen.
Wichtig: Laut KFE-Anleitung ist die Tragfähigkeit der unteren bzw. seitlichen Lastaufnahmefläche um 30 % geringer als die Nenntragfähigkeit der Winde. Dieser Wert ist bei der Modellauswahl und beim gewählten Aufnahmepunkt zu berücksichtigen.
CE-Konformität und Norm EN 13157
Für Gutman KFE Stockwinden liegt eine CE-Konformitätserklärung vor; die technische Dokumentation verweist auf die Norm EN 13157. Die Konstruktion arbeitet mit Zahnstange und mechanischem Getriebe und ist für das manuelle Heben und Senken von Lasten unter den vorgeschriebenen Einsatzbedingungen ausgelegt.
Beachten Sie für einen sicheren Betrieb stets die Gebrauchsanweisung, die vorgesehenen Prüfungen und die geltenden Arbeitsschutzvorschriften.
Wie wählt man die passende Stockwinde aus?
Bei der Auswahl einer Stockwinde sollten Sie nicht nur auf die Nenntragfähigkeit achten. Prüfen Sie das Gewicht der Last, den Aufnahmepunkt, die erforderliche Hubhöhe, den verfügbaren Platz und die Tragfähigkeit des Untergrunds.
- Tragfähigkeit: Wählen Sie ein Modell, dessen Nenntragfähigkeit zur tatsächlichen Last passt.
- Aufnahmepunkt: Prüfen Sie, ob die obere oder die untere Lastaufnahmefläche verwendet wird; die untere bzw. seitliche Lastaufnahmefläche ist um 30 % geringer belastbar.
- Hubhöhe: Prüfen Sie die erforderliche Anfangs- und Endhöhe für die konkrete Anwendung.
- Untergrund: Die Auflagefläche muss fest, stabil und für die gesamte Belastung ausreichend tragfähig sein.
- Arbeitsraum: Berücksichtigen Sie den Platz für die Handkurbel, den Zugang zur Last und die Möglichkeit einer sicheren zusätzlichen Abstützung.
Im Sortiment stehen KFE-Modelle mit 1,5, 3, 5 und 10 t Tragfähigkeit zur Verfügung; Ausführungen mit 16 und 20 t sind auf Anfrage erhältlich. Wenn Sie bei der Auswahl unsicher sind, senden Sie uns Lastgewicht, benötigte Hubhöhe und eine Beschreibung des Aufnahmepunkts – wir unterstützen Sie bei der passenden Ausführung.

